Der Arbeiter-Samariter-Bund, Kreisverband Torgau-Oschatz e.V. - kurz ASB genannt - ist mit über 2.000 Mitgliedern und derzeit ca. 250 ehrenamtlichen und hauptamtlichen Beschäftigten ein leistungsstarker Wohlfahrtsverband und Dienstleistungsanbieter im gesamten sozialen Spektrum der Region.
Der ASB ist ein Zusammenschluss von Bürgern und Bürgerinnen aus der Region, die auf der Grundlage einer Satzung handeln. Dabei verfolgt der ASB einerseits das Ziel, allen Menschen zu helfen, die unverschuldet in Not geraten sind und sich aus eigener Kraft nicht aus ihrer Situation befreien können - andererseits bietet der ASB der Bevölkerung professionelle soziale Dienstleistungen an und versteht sich heute als Anwalt und Fürsprecher sozial benachteiligter Menschen.
Die Tradition des ASB ist geprägt von Humanität und Solidarität und dabei eng mit der Geschichte der Arbeiterbewegung in Deutschland verknüpft. Die erste Arbeiter-Samariter-Kolonne gründete sich bereits 1888 in Berlin. Damals halfen sich Zimmerleute selbst oder anderen Arbeitern in den Fabriken des beginnenden Frühkapitalismus gemeinsam mit Ärzten bei Notfällen durch das Erlernen von Erste-Hilfe-Techniken.
Auch heute fühlt sich der ASB dem Wohlfahrtsgedanken verpflichtet und handelt nach dem Grundsatz: Hilfe zur Selbsthilfe. Die Gestaltung des Zusammenlebens von Jung und Alt in der gegenwärtigen Gesellschaft bedarf ständig neuer Zugangswege. Dem stellt sich der ASB mit seinen Beratungs- und Versorgungsangeboten, die geprägt sind von Achtung, Akzeptanz, Offenheit und Toleranz gegenüber Anderen. Um stets eine gute Balance zwischen Ehrenamt und Hauptamt zu gewährleisten, werden alle Ziele und Eckpunkte der sozialen Arbeit sowie die fachliche Ausrichtung der Dienste und Einrichtungen ständig über unser verbandseigenes Qualitätsmanagementsystem nach der DIN ISO 2000 überprüft.
Im demografischen Wandel der Gesellschaft sieht der ASB auch eine große Chance. Mit unseren vielfältigen Betreuungsangeboten im Landkreis ermöglicht der ASB das Zusammentreffen mehrerer Generationen und somit den Aufbau emotionaler Bindungen zwischen Jung und Alt. Durch die verschiedensten sozialen Angebote, z.B. im Mehrgenerationenhaus Dommitzsch oder beim Freizeittreff von jungen Menschen mit Behinderungen und Senioren im Service-Haus in Torgau NW lernen sich Menschen durch den ASB kennen, die meinen, auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeit zu haben, dann aber feststellen, dass gemeinsame Ziele und Erfolge verbinden. Diese Begegnungen führen zum gegenseitigen Respekt sowie zu einer daraus resultierenden gegenseitigen Akzeptanz und ermöglichen den Aufbau neuer gemeinsamer Vorhaben, u.a. entstand so das Projekt "Ellywunschente".
Durch die Unterstützung ehrenamtlich tätiger Bürger und Bürgerinnen, u.a. über das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und dem Bundesfreiwilligendienst (BFD), können Hilfe- und Betreuungsleistungen oftmals gebührenfrei oder gegen einen geringen Obolus angeboten werden. Der Einsatz ehrenamtlich tätiger Bürger/innen ist für unseren Verein jedoch nicht frei von Kosten, denn auch ehrenamtlich durchgeführte Leistungen müssen geplant, koordiniert, betreut und abgerechnet werden. In der Regel kommen auch Betriebsmittel zum Einsatz. Diese müssen durch unseren Verband angeschafft und der Einsatz organisiert werden. Zum Beispiel der Einsatz von Fahrzeugen oder die Bereitstellung von Räumlichkeiten, Telefon, Papier, Spielzeug und vieles mehr. An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei allen ehrenamtlichen Helfern und Spendern für die regelmäßige Unterstützung oder für ihren Mitgliedsbeitrag oder die Spende bedanken.
Der im Vier-Jahresrhythmus gewählte Vorstand trägt im ASB die Verantwortung für den ordnungsgemäßen Ablauf aller Aufgaben und Tätigkeiten des Verbandes. Diese schwierige und verantwortungsvolle Aufgabe nehmen alle Vorstands- und Kontrollkommissionsmitglieder in unserem Kreisverband ehrenamtlich wahr. Die Ziele und Aufgaben des Verbandes werden in den jährlich stattfindenden Mitgliederversammlungen abgestimmt und über Vorstandsbeschlüsse geregelt. Die hauptamtlich tätige Geschäftsführung und alle Mitarbeiter/innen haben den Auftrag, die durch den Verband selbst auferlegten Ziele und Aufgaben fach-, sachgerecht und satzungskonform zu erfüllen.
Bei der Erfüllung landkreisspezifischer öffentlicher Dienstleistungen, z.B. Kita, Schülertransport, Seniorenberatung etc, sieht sich der ASB nicht als Subventionsempfänger des Landkreises, sondern als gleichberechtigter Partner. Die Leistungserbringungen des ASB sind durch hohe überprüfbare Qualitätsstandards geprägt und durch Transparenz gekennzeichnet. Neben seinen Einnahmen aus den Dienstleistungen erbringt der ASB stets einen angemessenen Eigenanteil durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und ehrenamtlichen Arbeitsleistungen. Der ASB pflegt seine föderalistische Struktur, die es ihm ermöglicht, seine Hilfeleistungen dort zu erbringen, wo soziale Hilfe gebraucht wird, getreu dem Motto:
Wir helfen hier und jetzt!
Ulrike Brucks
Geschäftsführerin
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